Serama



Rasseinfo


Serama sind die zur Zeit kleinsten Hühner der Welt

 

Serama sind in Deutschland - im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern - noch nicht als Rasse anerkannt. Man findet sie daher noch nicht im Geflügelstandard.

 

Beliebt sind die aus Malaysia stammenden Hühner wegen ihres zutraulichen, selbstbewussten Charakters und natürlich wegen ihres schönen Erscheinungsbild.

 

Das Serama ist in Malaysia ein beliebtes Haustier. Trotz ihrer tropischen Herkunft können die Serama in unserem Klima gehalten werden. Sie benötigen dennoch einen trockenen und zugfreien Stall, in dem sich die Tiere zurückziehen können. Ihre Empfindlichkeit gegenüber Nässe und Kälte ist hierbei nicht zu unterschätzen.

Sie werden nur 15 – 25 cm groß und wiegen zwischen 225g und 600g.

 

Auf Grund ihrer Größe sollten sie im Freilauf unbedingt vor Greifvögeln, Elstern, Krähen und anderen Raubtieren geschützt werden. Hierzu eignen sich geschützte Ausläufe.  Auch wenn ein geringeres Platzangebot für diese Tiere ausreichend ist, sollte der Platz dennoch dem Tier/Tierschutz gerecht werden.

 

Die Serama werden immer als sehr zahme, ruhige, angenehme und menschenbezogene Hühnchen angepriesen.

Grundsätzlich gilt: Je mehr ich mich mit einem Tier beschäftige, umso zahmer und anhänglicher wird es.


Serama Bewertung in Holland nach niederländischem Standard

Quelle: YouTube


Rassebeschreibung Serama


Die Rassebeschreibung des Original-Serama

 

Angelehnt an die Vorgaben des Herkunftslandes

 

 

Herkunft:

Das Ursprungsland der Tiere ist Malaysia. Das Serama entstand ca. im Jahre 1970 aus verschiedenen Zwerghuhnrassen, wie z.B. Dschungelhuhn, Ayam Kapan, Ayam Kate, etc. Im Jahr 2001 wurde es von Jerry Schexnayder aus Malaysia nach Nordamerika importiert. Ab 2006 befanden sich die ersten Seramas auch in den Niederlanden und anschließend verbreiteten sich die Seramas in ganz Europa. Das Serama ist seit dem 16.06.2012 in den Niederlanden als Rasse anerkannt.

 

Training:

Durch regelmäßiges Training bekommt man selbstbewusste, posierfreudige Tiere. In Malaysia bildet man hierzu einen Kreis aus Volierendraht, dieser ist oben zu und von außen ca. 25 cm hoch windgeschützt. In diesen Kreis kommt das Serama zunächst für eine kurze Zeit, die sich nach und nach verlängert. Wichtig ist: kein Wind, kein Regen und keine direkte Sonneneinstrahlung.

 

Bewertungssystem:

Das Serama wird aus dem Ausstellungskäfig geholt, dem Preisrichter übergeben und von dem Preisrichter begutachtet. Danach wird das Serama auf einem Tisch von ca. 1m² gestellt. Auf dem Tisch wird üblicherweise ein Teppich oder eine Kunstrasenmatte gelegt. Dort wird sein Verhalten, seine Gestalt und Form vom Richter begutachtet. Während der Tischbewertung darf das Serama nicht selbstständig den Tisch verlassen.

 

Nachdem die drei besten Hähne und Hennen bestimmt wurden, werden erst die drei Hähne auf den Tisch gestellt. Der Hahn, der sich am besten präsentiert, gewinnt die beste Auszeichnung, unabhängig von der Punktzahl.

 

Bei den Hennen läuft dies genau so ab.

 

Diese Schaudarstellung ist der Höhepunkt einer jeden Seramabewertung. In Malaysia heißt diese Bewertung "Best of the Best".

 

Für Ausstellungen gibt es ein ausgeklügeltes Bewertungssystem. Zur Bewertung werden Punkte für bestimmte Eigenschaften von Seramas vergeben.

 

Bewertet werden unter anderem:

 

Typ: bis 30 Punkte

Charakter: bis 25 Punkte

Schwanzhaltung: bis 15 Punkte

Flügelhaltung: bis 10 Punkte

Gefiederzustand: bis 10 Punkte

Kondition: bis 10 Punkte

Ausschlussfehler: dann insgesamt 0 Punkte

 

Gesamteindruck:

Sehr zutrauliches, kleines und kompaktes Zwerghuhn mit typischer aufrechter Körperhaltung und feiner Struktur.

 

Von großer Bedeutung ist das zahme Wesen.

Das Serama wird auf einem Bewertungstisch beurteilt und sollte sich wie folgt zeigen:

Die breite Brust wird stark vorgewölbt und ziemlich hoch getragen. In der Seitenansicht bildet die Unterlinie ein V, während Kopf, Hals und Brust gemeinsam eine S-Form zeigen. Im Idealfall sind bei der Vorderansicht der Oberkörper herzförmig und die Oberschenkel sichtbar.

 

Die Flügel werden senkrecht oder sogar etwas nach vorne getragen.

 

Der Kopf wird mindestens senkrecht eine Linie bildend mit dem Beinverlauf oder weiter nach hinten getragen. Der Kopf muss nicht die Schwanzsicheln berühren.

Der Charakter ist besonders bedeutsam. Das Serama muss sehr zutraulich, ruhig und furchtlos sein. Es darf nicht unruhig oder ängstlich sein.

 

Die Federn sind kurz und dicht. Der Sattel- und Halsbehang sollten kurz bis mittellang sein. Der Halsbehang darf die Sattelfedern berühren.

 

Das Eigewicht liegt zwischen 15 und 35 Gramm.

 

Formbeschreibung:

 

Rumpf:

Stark aufgerichtete Haltung. Kurzer Rücken, breite Schultern. Die Unterlinie zeigt in Seitenansicht eine V-Form.

 

Kopf:

Klein und soweit wie möglich zurückgetragen. Das Gesicht ist klein, rund, fein in der Struktur, glatt und in ausgezeichnetem Zustand.

 

Kamm:

Einzelkamm, mittelgroß, gerade, mit fünf gleichmäßigen Kammzacken und von roter Farbe. Der Kamm sollte proportional mit der Größe und Gestalt des Kopfes zueinander passen. Der mittlere Kammzahn ist etwa genau so lang, wie die Höhe des Kammblattes. Die Kammfahne läuft gerade zurück.

 

Schnabel:

Die Länge steht im Verhältnis zum kleinen Kopf. Kräftig, leicht gebogen, alle Farben sind erlaubt. Bevorzugt gelb.

 

Kehllappen:

Klein bis mittel, feines Gewebe, gut gerundet, gleich in der Länge und von roter Farbe.

 

Ohrlappen:

 Klein, oval, glatt anliegend. Bevorzugt rot, weiß ist gestattet.

 

Augen:

Rund, lebendig, orange bis rotbraun.

 

Hals:

In Verbindung mit der Brustlinie ein S formend. Soweit zurückgetragen, dass praktisch kein Spalt mehr zwischen Nacken und Schwanz zu sehen ist. Halsbehang gut entwickelt, reicht bis zu den Schultern.

 

Rücken und Sattel:

Sehr kurz und breit. In der Seitenansicht formt der Übergang vom Hals zum Schwanz ein scharfes V. Der Sattelbehang ist mittellang und dicht. Der Übergang zum Schwanz sollte von den Sattelfedern abgedeckt werden.

  

Brust:

Sehr gut entwickelt, voll, breit und gut gerundet, hoch und stark nach vorn getragen,

sehr deutlich vor der Schnabelspitze platziert. In der Mitte ist die Brust geteilt und hat im Optimalfall bei der Vorderansicht eine Herzform.

  

Flügel:

Senkrecht oder sogar etwas nach vorn getragen. Im Idealfall den Boden nicht ganz berührend. Der Flügelbug steht leicht vom Körper ab und die Flügelenden sind leicht nach innen gedreht.

In der Seitenansicht werden die Flügel senkrecht neben oder vor den Läufen getragen.

Die Flügelenden werden so getragen, dass die Armschwingen, die eng am Körper sitzen, nicht vollständig durch die Handschwingen abgedeckt werden.

 

Schultern:

Breit und gut gerundet.

 

Schwanz:

Mittelgroß und schräg bis senkrecht getragen, vorzugsweise 45 Grad. Steuerfedern sind mäßig breit und gleichmäßig verteilt, den Kopf etwas überragend ist perfekt. Von hinten gesehen bilden die Steuerfedern ein umgekehrtes V. Hauptsicheln sind säbelförmig, mäßig breit und etwas länger als die Steuerfedern, nur wenig gebogen. Wenn sie ca. 2,5 cm länger als die Schwanzfedern sind, ist es ausgezeichnet. Steuerfedern sind mittellang und werden fächerartig getragen, wenigstens fünf an jeder Seite. Die Nebensicheln haben Säbelform und sind leicht nach unten gekrümmt, sollten aber im Optimalfall gerade und spitz sein. Es sollten drei bis vier Nebensicheln an beiden Seiten des Schwanzes sein.

 

Bauch:

Gut bis kurz gefiedert, daunenreich.

 

Schenkel:

Kräftig und von normaler Länge, parallel und gut nebeneinander platziert.

 

Läufe:

Mittellang bis lang, lange Läufe werden bevorzugt, sodass die Flügel senkrecht getragen werden können, glatt, gleichmäßige Schuppung, gleichmäßig nebeneinander und doch gut voneinander getrennt liegend.

Alle Farben werden toleriert.

 

Zehen:

Vier, gerade, gut gespreizt und regelmäßig geschuppt.

 

Befiederung:

Voll und kurz, glänzend, gut entwickelt und anliegend getragen.

 

Etwaige Unterschiede zwischen Hahn und Henne:

Abgesehen von den sekundären Geschlechtsmerkmalen nur kleine Unterschiede zwischen

Hahn und Henne. Der Hahn ist etwas kräftiger und besitzt zwei verlängerte Sichelfedern.

Der Rücken der Henne ist sehr kurz und hat die Form eines schmalen U's. Durch den S-förmig getragenen Hals der Henne werden die Steuerfedern fast durch den Hals berührt. Wenn der Rücken nicht sichtbar ist, wenn sich die Hals- und Sattelfedern berühren, ist das kein Fehler. Der Sattel der Henne ist gut gefüllt. Der untere Teil der Läufe ist sichtbar. Ein senkrecht getragener Flügel ist optimal.

 

Grobe Fehler:

- Groß, plumper oder schmaler Körper

- langer Rücken

 - schmale oder flache Brust

 - waagerechte Körperhaltung

 - eine zu gerade Kopf-Hals-Linie

 - Kurzbeinigkeit

 - schleppende, zu hoch oder zu waagerecht getragene Flügel

 - zu flache oder zu stark nach vorn gestellte Schwanzhaltung

 - stark gebogene, oder viel zu lange Hauptsicheln

 - zu lange Nebenbesichelung

 - große Kopfanhänge.

 - Sehr unruhiges Verhalten während der Bewertung auf dem Tisch, Wegfliegen oder sich nicht stellen wollen.

 

Gewicht:

Jungtierklasse Hahn Henne

bis 500g bis 425g (Jahreszahl auf dem Ring)

  

Bei Tieren, die älter als ein Jahr sind, gilt folgendes:

 

A-Klasse Hahn: 225 - 350g      Henne: 200 - 325g

B-Klasse Hahn: 350 - 500g      Henne: 325 - 425g

C-Klasse Hahn: 500 - 600g      Henne: 425 - 525g

 

Die Tiere sollten vor der Bewertung gewogen werden und werden auf einem Tisch bewertet.

Tiere unterhalb des Mindestgewichts von 225g beim Hahn und 200g bei der Henne und oberhalb des Höchstgewichts von 600g beim Hahn oder 525g bei der Henne werden von der Bewertung und Auszeichnung ausgeschlossen.

 

Ringgröße:

9, 10 & 11 mm

 

Farbschläge:

Alle Farben sind zugelassen. Die Farben müssen viel Glanz aufweisen.

 

Gefiederstrukturen:

Das malaysische Serama ist glattfiedrig. Seit einigen Jahren gibt es bei den Seramas auch seidenfiedrige und gelockte Gefiederstrukturen.

 

zu finden auf der Website des Seramaclub Deutschland e.V.


Die Geschichte des Serama


Das Serama ist eine relativ junge Zwerghuhnrasse und stammt ursprünglich aus Malaysia, genauer gesagt aus dem Gebiet Kelantan wo ein Züchter Namens Wee Yean Een Tiere der Rasse Ayam Kapan (kleine Kämpfer, ähnlich dem modernen englischen Zwergkämpfer) mit Seidenhühnern gekreuzt hat. Die so entstandenen Tiere wiesen teils Mermale des Seidenhuhns auf, teils aber auch des Kämpfers. Einige Tiere wiesen jedoch Merkmale beider Rassen auf. Diese Tiere kreuzte er mit Chabos ("Ayam Jepun") um eine aufrechte Schwanzhaltung zu erreichen. Dieses Erbe macht sich auch heute noch immer wieder bemerkbar, sei es durch einzelne 5-zehige Tiere oder Tiere mit dunklen Gesichtern (Seidenhuhn) oder aber durch gelockte Exemplare (Chabo) ect.

 

Die Nachzucht daraus kam seinen Vorstellungen von einem kleinen, kompakten Huhn mit hoch getragener Brust, kurzem Rücken und aufrecht getragenem Schwanz schon sehr nahe.  So entstand die Rasse Serama. Im Laufe der Zeit gelang es ihm die Tiere immer kleiner zu züchten., 1988 hatte er die ersten Tiere mit einem Gewicht unter 500 Gramm und begann die Tiere in verschiedene Gewichtsklassen einzuteilen. Er benannte die so entstandene neue Rasse nach einer in Malaysia sehr beliebten und für seine Schönheit und majestätische Erscheinung berühmten Schattenspiel-Figur (Raja Sri Rama) "Serama".

 

Im Jahre 1990, kurz nachdem Mr. Een erstmals Tiere aus seiner Zucht an andere Züchter abgab, fand in Malaysia schließlich die erste kleine Serama-Show statt, Mr. Een war der Preisrichter. Diese allererste Serama-Show hat den Tieren zu einer sehr großen Beliebtheit verholfen, bald darauf wurden größere Shows abgehalten und das Serama wurde rasch zum beliebtesten Haustier Malaysias.

 

Verbreitung findet das Serama nach wie vor, vor allem im Ursprungsland, es gibt dort viele recht unterschiedliche Typen bzw. Formen wie z.B. "Dragoon" oder "Ball" die teilweise ein recht extremes Erscheinungsbild aufweisen, es gibt z.B. Tiere deren Brust so stark vorgewölbt ist dass man den Kopf von vorne betrachtet gar nicht mehr sieht, ähnlich unserer Pfautaube. Für besondere Exemlare werden dort auch horrende Preise bezahlt. Daneben gibt es noch die sog. "Kapans", das sind größere, z.T. im Seramatyp stehende Tiere, meist Kreuzungen aus Seramas und anderen regionalen Rassen, oft Kämpfertypen.

 

Im Jahr 2000 wurde durch J. Schexnayder zum ersten Mal eine größere Anzahl von Tieren der verschiedenen malaiischen Typen in die USA eingeführt und dort zu einem Typ verbunden, dem "American Type Serama" oder "American Serama", ein Standard wurde geschaffen, dazu wurden die einzelnen (Extrem)Typen wie "Ball", "Dragon" ect. zu einem einheitlichen Typ zusammengefasst. Dies ist auch der Grund warum sich American Serama von manchen malaiischen Tieren unterscheiden bzw. in der Regel eine gemäßigtere Körperhaltung haben.

 

Binnen kürzester Zeit hat sich das American Serama in den USA als Rasse etabliert, es gibt eigene Serama-Clubs, mehrere Seramashows pro Jahr, das Zuchtziel liegt vor allem in der extremen Kleinheit der Tiere, es wird aber auch verstärkt auf das Wesen der Tiere geachtet, Serama sollen ruhig und zutraulich sein, da sie auf Ausstellungen nicht wie bei uns üblich im Käfig oder in der Hand bewertet werden sondern sich frei stehend auf einem Bewertungstisch den Preisrichtern präsentieren sollen, in ihrer Heimat Malaysia werden sie z.T. auch im Haus gehalten.

 

Serama sind die zur Zeit kleinste standardisierte Hühnerrasse der Welt. Die kleinsten Vertreter erreichen laut Standard ein Höchstgewicht von etwa 325 Gramm und weniger. Zur Bewertung teilt man die Tiere je nach Gewicht in vier Klassen auf. Tiere der Klasse A (weniger als 325 Gramm bei der Henne bzw. 350 Gramm beim Hahn) sind sehr begehrt, für solche Tiere werden durchaus Preise ab 500,00 US-Dollar und weit darüber hinaus verlangt. Es gibt diese Rasse neben der "normalen" Variante auch noch seidenfiedrig (silkied) und vereinzelt auch gelockt (frizzled).

 

Die Größe eines Tieres ist genetisch bedingt und nicht wesentlich durch die Fütterung zu beeinflussen. Wenn man ein Tier nicht ausreichend füttert hat man zwar ein leichtes, da unterernährtes aber keinesfalls gesundes Tier, es bleibt aber immer noch groß. Harmonische Proportionen lassen sich so nicht erreichen.

 

Serama werden nicht nach Farbschlägen gezüchtet oder vererben eine bestimmte Farbe, es ist daher nicht ungewöhnlich dass bei einem Gelege jedes der geschlüpften Küken eine andere Farbe hat. Auch die Größe der Tiere variiert, 1 oder vielleicht auch 2 von 10 Küken sind mit etwas Glück eher klein, 2 oder 3 davon relativ groß, der Rest hat normale Serama-Größe (je nach Geschlecht etwa zwischen 400 und 500 Gramm - als erwachsenes Tier). Eine entgültige Größeneinteilung ist frühestens ab dem 6. Monat möglich, bei Hähnen eher noch später.

 

Bei aller Kleinheit der Tiere, sollte dennoch auf ein ausgewogenes Größenverhältnis geachtet werden. Was nützt das kleinste Huhn, wenn durch die Kleinheit keine Befruchtung bzw. Nachzucht der Tiere mehr möglich ist.

 

An die Unterbringung stellen die Tiere keine großen Ansprüche, als tropische Vögel müssen sie allerdings vor Nässe und Frost geschützt werden. Wird dies beachtet kommen sie auch in unseren Breiten gut zurecht. Serama lieben wie alle Tiere den Auslauf im Freien, damit sie nicht "abhanden kommen" sollte man sie aber nicht unbeaufsichtigt draussen lassen, ein Kaninchenstall mit Freigehege tut hier sehr gute Dienste, ggfs sollten die Flugfedern gekürzt werden um das hochfliegen zu unterbinden. Sie sind wirklich sehr sehr gute Flieger und der kleinste Schreck lässt sie auf und davon fliegen.  Unsere Serama haben den Weg außerhalb des Gelände noch nie zurück gefunden. Vor lauter Panik lassen sie sich auch nicht mehr einfangen.

 

Serama sind sehr klein aber von eine Wohnungshaltung ist auf Grund der nicht artgerechten Haltung abzuraten.  Serama sind trotz vieler Besonderheiten immer noch Hühner und sollten auch als solche gehalten werden, d.h. sie sollten Auslauf haben, scharren können, sich in die Sonne legen usw. All das ist in der reinen Wohnungshaltung nicht möglich. Auch wenn in Malaysia (wo ganz andere Verhältnisse herrschen als bei uns in Europa!) oder vereinzelt auch in den USA Serama im Haus gehalten werden entspricht das keinesfalls den Bedürfnissen der Tiere! Es spricht allerdings nichts dagegen Serama über den Winter durch Wärme geschützt im Stall unterzubringen, bei strengem Frost ist eine Wärmequelle im Stall unumgänlich. Es ist nicht artgerecht die Tiere z.B. in einem Kellerraum unterzubringen. Wir halten unsere Serama bei schlechtem Wetter im Stall, bei starkem Frost bekommen sie eine Wärmelampe. Kälteempfindlicheren A-Tiere oder auch spät im Jahr gefallene Jungtiere sollten nur im Notfall ggfs. im Keller überwintert werden.

 

In der Fütterung sind die Tiere unkompliziert, Küken werden mit einer Mischung aus normalem Kükenkorn oder Kükenmehl (auf keinen Fall Kükenmastfutter!), etwas Wellensittichfutter und Haferflocken aufgezogen, später genügt dann ganz gewöhnliches Hühner-Alleinfutter, am besten geschrotet oder gewalzt, zu große Körner sind nicht geeignet, auch allzu energiereiches Futter mit hohem Maisanteil wie z.B. Legemehl ect. sollte man nicht pur geben, wenn überhaut dann allenfalls mit Körnermischfutter gestreckt, dieses Futter ist für moderne Hochleistungshühner konzipiert und für die kleinen Serama viel zu reichaltig, das führt auf Dauer zu Verfettung, Organschäden ect. Es gibt sehr gute Alleinfuttermischungen. Achten Sie auf den Zusatz "Alleinfutter", eine "Körnermischung" ist kein Alleinfutter! Auch für erwachsene Tiere ist Wellensittichfutter (Hirse aller Art) ein gutes (Zusatz-)Futter, manche Tiere picken mit Hingabe Kolbenhirse aus. Dazu noch Muschelschalen, Grit ect.

 

Äpfel, Paprika, Salat, Zuccini, Gurke oder im Winter Möhren sind ebenfalls immer willkommen. Als besonderes "Leckerli" lieben die Tiere Haferflocken oder Mehlwürmer, damit kann man sie sehr schnell zutraulich bekommen.

 

Serama sind sehr angenehme Haushühner, das Krähen der Hähne ist meist wesentlich leiser als das anderer Zwergrassen (relativ "nachbarfreundlich"). Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel, manch ein Hahn entpuppt sich zu einem richtigen Terrorist in Sachen krähen. Die Tiere können bei entsprechender Beschäftigung mit ihrem Menschen, sehr zahm und anhänglich werden. Außerdem legen sie natürlich auch (wenn auch sehr kleine) Eier, ein Ei liegt etwa bei 16 bis 25 Gramm, je nach Größe der Henne. 

 

Sie sind kleine Persönlichkeiten die sehr neugierig darauf sind, was der Mensch in ihrer Umgebung so tut. Man muß sich allerdings mit ihnen beschäftigen, um sie zahm zu bekommen. Es bedarf, keinen Riesengarten oder -Stall um sie halten zu können, auch ihre Lautstärke hält sich in Grenzen. Wer platzbedingt keine großen Hühner halten kann und auch Ärger mit den Nachbarn vermeiden will für den sind Seramas eine echte Alternative. Aber Vorsicht, auch eine Serama Hahn kräht und hat schon so manchen Nachbarn genervt !!

 

Siehe auch: Wichtiges und § zur Anschaffung von Geflügel.

 

 

Quelle:  Teile von Hopfenland / Text von mir bearbeitet

 


Serama richtig trainieren


Training


Zur Ausstellung ist es zwingend nötig, das Serama richtig zu traininern.  Aber wie bekommt man dieses tolle Huhn in die Richtige Pose? Viele Hühnerzüchter, gerade Anfänger, haben das Problem, dass sie nicht wissen, wie sie ein Serama zu trainieren haben oder gar wie ein Serama zu stehen hat.

 

Malaysiches Training des Serama

 

Hierfür wird Maschendraht benötigt. Er sollte 50 cm hoch und ca 150 cm lang sein. Verbinden Sie den Maschendraht zu einem Kreis. Der Kreis hat nun einen Durchmesser von ca. 48 cm.  Als Deckel kann mann viele Materialien verwenden, z.B. Holz als Sonnenschutz, oder Plastik als Regenschutz.


Diesen kreisförmigen Maschendraht stellt man auf einen Tisch und setzt das zu trainierende Serama ein, für ca. 5 min. Einen Tag später für ca. 10 min. In 12 Tagen erreicht man die volle Stunde, das ist zeitlich ausreichend. Nach den 12 Tagen reicht es aus, das Tier alle 3 Tage zu trainieren. Einen Monat später, das Tier nur noch wöchentlich trainieren.
Nun ist die Zeit gekommen, das Tier ohne Käfig auf den Tisch zu stellen, um zu schauen, wie es sich verhält. Tipp: Stellen Sie den Tisch an einen für das Tier unbekannten Ort! Das Tier reagiert anders, als bei einer für ihn bekannten Umgebung!
Nach jeder Trainingseinheit, sollte eine Belohnung für das Tier selbstverständlich sein. Besonders gerne werden Mehlwürmer genommen.

Quelle seramazuchtgelbhaar.jimdo.com / überarbeitet von mir


Serama und ihr Lebenszyklus


 

Nach einer Brutdauer von 18 - 21 Tagen (i.d.R. 20 Tagen) erblicken Serama-Küken das Licht der Welt.

 

Das Geschlecht lässt sich nach wenigen Wochen anhand des Kehllappens und des Kamms bestimmen.

 

Bei Hähnen sind die Kehllappen schneller sichtbar und färben sich deutlich rot. Auch der Kamm bildet sich schon früh pägnanter und intensiver gefärbt aus. Es gibt allerdings auch  Ausnahmen - es gibt Hennen mit sehr großen Kämmen, die erst als solche erkannt werden, wenn sie anfangen Eier zu legen. Umgekehrt gibt es auch Hähne mit ausgeprägten Hennenmerkmalen, die irgendwann anfangen zu krähen. Aber diese "getarnten" Hennen und Hähne sind eher die Ausnahme.

 

Ein unverwechselbares Merkmal sind immer noch die beim Hahn spitz zulaufenden Federn am Rücken/Schwanzansatz. Die Federn der Henne sind rund.

 

Mit ca. 15 Wochen sind Hennen legereif. Je dunkler die Hennen gehalten werden, desto länger kann das erste Ei auf sich warten lassen. Dies gilt generell für die Legeleistung, auch wenn die Tiere eigentlich das ganze Jahr über hindurch legen. Die Tiere orientieren sich an den Gezeiten von Sommer und Winter. Weniger Licht im Winter, weniger Eier. Viel Licht im Sommer, viele Eier. Hier kann mit Hilfe von zusätzlichem Licht die Legeleistung beeinflusst werden.

 

Mit 16-18 Wochen sind Seramas ausgewachsen.

 

Die Lebenserwartung beträgt bei guter Haltung ca. 8 Jahre

 

Die Schlupfquote der Serama liegt mit 20 - 30% eher niedrig. Ein Transport der Eier kann diese auch noch vermindern. 

1 Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG erheben wir keine Umsatzsteuer und weisen diese daher auch nicht aus.