Laufenten Rasse Info


Inhaltsverzeichnis

  • Erkennungsmerkmale Ente oder Erpel ?
  • Anschaffung Ente oder Erpel ?
  • Allgemeines über Indische Laufenten, Wussten Sie schon dass...., Voraussetzungen für die artgerechte Haltung,
  • Rassemerkmale, Herkunft, Gesamteindruck, Beschreibung, grobe Fehler, Gewicht, Bruteier Mindestgewicht, etc.
  • Krankheiten
  • Farbschläge

Erkennungsmerkmale Ente oder Erpel ?


Immer wieder werden wir gefragt.......  woran erkenne ich eine Ente oder einen Erpel.....  :o)

 

Das ist doch wirklich einfach, wenn Sie nicht gerade ein Jungtier vor sich haben. Sehen Sie sich einfach die Videos von unseren Entenkindern an und hören Sie ganz genau hin ! Dieses laute Quaaaak....das ist die Ente.

 

Ein Erpel kann niemals (auch nicht in Panik) so laut sein wie die Damen. Er bekommt lediglich ein heiseres und leises räb räb räb heraus.

 

Wie im richtigen Leben halt Es heißt nicht umsonst "Waschweiber"

 

Eine Bestimmung durch das Anschauen der Kloake verrät auch das Geschlecht einer Ente, leider habe ich im Internet noch keinen Hinweis gefunden wie das funktionieren soll. Einen Erpel kann man später auch an der Erpellocke erkennen (die Erpellocke ist eine nach oben gebogene Feder am Schwanz, wie ein Spoiler). Wobei die Erkennung an der Stimme immer noch die einfachste Methode zur Bestimmung des Geschlechts ist.

 

Bedienungsanleitung zur Bestimmung des Geschlechts:

Sollten Sie sich jetzt immer noch total unschlüssig sein, ob Erpel oder Ente......., fangen Sie ihre Ente !

Ertönt jetzt ein lautes Quaaaaak, na herzlichen Glückwunsch, es ist ein Mädchen :o).


Anschaffung : Ente oder Erpel ?


Vor der Anschaffung einer Ente, sollten Sie erst einmal Ihr Umfeld betrachten. Wohne Sie vielleicht in einem Wohgebiet ? Hier würden wir Ihnen auf jeden Fall zu zwei oder mehreren Erpeln raten. Ein Erpel kann nur ein leises räb räb von sich geben und ist auf jeden Fall sehr leiser. So kommt es zu keinen Problemen mit der Nachbarschaft, außer die Enten brechen aus und plündern die Beete der Nachbarn ;o).  Wohnen Sie außerhalb, steht einer Anschafffung eines Erpel mit mehreren Damen nichts im Wege. Sie sollten aber unbedingt auf eine ausgewogene Mischung achten. Es können ohne Probleme mehrere Erpel miteinander gehalten werden. Nur darf hier nicht nur eine Ente mit herein, da die Erpel die Dame vor lauter Begattungsversuchen hoffnungslos überfordern und es letztendlich sehr wahrscheinlich zum Tode der Ente führen wird.  Es ist immer drauf zu achten, dass mindestens 1 Erpel mit 3-4 Damen gehalten wird. Auch ist von einer reinen Damen WG abzuragen, da die Damen im Frühjahr nach einem Erpel rufen und es hier zu Problemen der Nachbarschaft kommen kann.


Allgemeines über Indische Laufenten


Der Anblick von Laufenten ist einfach nur erheiternd und sie bringen einfach Gute Laune und Lebensfreude: Sie watscheln aufrecht in lustiger Runde, sie schnattern munter, planschen gerne und viel und sie schnäbeln eifrig bei ihrer Suche nach Futter. Am liebsten sind ihnen Schnecken und das nicht zu knapp. Das macht die lustigen Gesellen zu beliebten und sehr nützlichen Gartenbewohnern.

 

Laufenten, auch als Indische Laufenten oder Flaschenenten bekannt, stammen von der Stockente ab und kommen ursprünglich aus Südostasien. In der Mitte des 19. Jahrhunderts kamen sie über den Import nach England und erhielten Einzug in Europa. Laufenten haben einen schlanken Körper, einen langen Hals und einen steil aufgerichteten Gang. Sie sind lebhaft, aufmerksam und sehr agil. Sie laufen schnell und schwimmen gerne, fliegen können sie allerdings nicht. Sie brauchen Wasser vor allem zur Nahrungsaufnahme und zur Pflege des Gefieders, sie planschen aber auch mit großem Vergnügen. Früher wurden die Enten hauptsächlich wegen ihrer hohen Legeleistung gehalten, denn durchschnittlich legt eine Laufente bis zu zweihundert Eier im Jahr. Heute aber kommen sie in vielen Gärten als äußerst effektive Schneckenjäger zum Einsatz.

Die Haltung von Laufenten ist nicht sehr kompliziert oder aufwändig, trotzdem sind vor der Anschaffung gute Vorbereitung und genaue Überlegungen angebracht. Damit es vor allem nicht zu Streitigkeiten mit Nachbarn kommt, sollten diese im Vorfeld mit einbezogen werden. Diese Tiere können durch ihr Quaken für die Nachbarn schon recht nervig werden.

 

Die Tiere sind sehr pflegeleicht. Doch wollen Sie täglich mit allem versorgt sein. Tägliches Füttern und Wasserwechsel ist daher selbstverständlich. Ein kleiner Stall ist ebenfalls Pflicht, er dient als Schutz vor ungebetenen Gästen wie Marder, Mauswiesel etc. Ein Grundstück mit Teich ist für die Enten sicher ideal und artgerecht. Jedoch sollte man beachten, dass Laufenten nun mal gerne planschen und ein zu kleiner Teich schnell zu einem Schlammloch werden kann. Ein großer Teich ist dafür nicht so anfällig, trotzdem sollte selbst bei einem großen Teich, der regelmäßige Wasserwechsel nicht unterschätzt werden.

 

Eine Ente zu halten, ohne Wasserbehälter zum Baden ist keine artgerechte Haltung !!. Als Becken eignen sich auch Sandkastenmuscheln oder große Wannen. Die Bademöglichkeiten müssen natürlich regelmäßig gesäubert werden, damit sie nicht zum Schlammbecken werden.

 

Ganz wichtig ist: Finger weg von Schneckenkorn! - Es haut die stärkste Ente um! Denn die Schnecken fressen das Korn, die Enten fressen die Schnecken, nehmen das Gift damit in sich auf und fallen sofort tot um. Auch der Nachbar sollte gebeten werden, darauf zu verzichten. Denn Schnecken legen beachtliche Wegstrecken zurück, können in den eigenen Garten und somit zu den Laufenten gelangen. Im Gegenzug dazu wird auch der Nachbar von den eifrigen Schneckenjägern profitieren.

 

Die Fläche, auf der sich die Enten bewegen, sollte eingezäunt sein, damit sie wissen, wo sie hingehören und keine Pflanzen oder gar Salate gefressen werden. Im Platt treten sind sie große Meister. Der Zaun dient aber  auch zum Schutz vor tierischen Jägern. Ein Zaun von ca. 80 cm reicht schon aus, um die Enten zurück zu halten, da sie nicht oder nur sehr begrenzt fliegen können. Es gibt allerdings immer wieder Ausnahmen, die es auch über höhere Zäune schaffen.

 

Laufenten sind absolut keine Einzelgänger. Es wäre schlicht weg Tierquälerei nur eine Laufente zu halten.  Sie sind Herdentiere und immer in der Gruppe unterwegs, am liebsten den ganzen Tag lang. In der Paarungszeit verfolgen die Erpel die Enten sehr aufdringlich. Um die Enten nicht zu überlasten, empfiehlt es sich, grundsätzlich mehr Enten als Erpel zu halten. Dann ist das Gruppengefüge am friedlichsten. Eine reine Männertruppe macht meist keine Probleme. Ist aber auch nur eine Dame anwesend, gibt es Ärger. Ist der Platz/Garten nicht ausreichen groß, sollte man von einer Laufentenhaltung absehen. Ein Pärchen kann problemlos einen normalen Hausgarten bis ca. 1.000 m2 schneckenfrei halten.

 

Wenn es im Sommer nicht gerade zu warm ist und sie ein Schläfchen im Schatten machen, sind Laufenten ständig unterwegs und schnäbeln unentwegt auf dem Boden nach Körnern und Kleingetier. Sie drehen jedes Blatt um auf der Suche nach Ungeziefer. Ihr Lieblingsgericht sind Nacktschnecken. Und dies am besten in großen Mengen. Auch Schneckeneier, die im Herbst in der Erde zu finden sind, gehören dazu. Dadurch reduzieren sich auch die Schnecken des Folgejahres erheblich. Laufenten nehmen beim Fressen immer auch etwas Erde und kleine Steinchen mit auf. Dies ist gut für ihre Verdauung. Trotzdem sollte man ihnen immer etwas separates Futter zur Verfügung stellen. Allerdings nicht mehr als tatsächlich gefressen wird. Liegengebliebenes Futter ist immer ein Anziehungspunkt für unerwünschte Gäste im Garten. Im Frühling und im Sommer, wenn das Angebot an Kleingetier und Schnecken im Garten recht groß ist, muss wenig beigefüttert werden. Im Winter steigt der Bedarf an zusätzlichem Futter jedoch entsprechend. Als Zusatzfutter eignet sich normales Körnerfutter oder pelletiertes Futter für Hühner oder speziell für Enten sehr gut. Darin sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Aber auch so manche Essensreste verzehren die Laufenten mit Vorliebe. So sind zum Beispiel Nudeln, Reis oder Kartoffeln immer schnell gefressen. Salzhaltige und scharfe Speisen sollten jedoch vermieden werden und sind für Laufenten giftig. Laufenten sind nicht in der Lage Salz abzubauen. Das Salz lagert sich langsam im Körper an und die Ente stirbt.

 

Für Salat und kleine Gemüsepflänzchen ist ein Zaun zum Schutz sinnvoll. Denn sie schmecken nicht nur uns Menschen, sondern auch den Laufenten sehr gut. Generell stibitzen sich die Laufenten so ziemlich alles was fressbar ist.

 

Laufenten haben eine sehr hohe Legeleistung und bauen ihre Nester an geschützten Stellen im Garten oder im Stall. Ein Gelege enthält oft mehr als 20 Eier. Während der Brutzeit von ca. 28 Tagen verlassen die Enten ihr Nest zum Fressen und Baden ein bis zwei Mal am Tag. In dieser Zeit kann man schnell prüfen, wie groß das Gelege ist. Nach einigen Tagen lässt sich auch feststellen, wie hoch die Befruchtungsrate ist. Hierfür die Eier mit einer hellen Lampe durchleuchten und auf innen liegende, gebildete Blutäderchen achten, die nach wenigen Tagen Brutzeit sichtbar werden. Dafür eignet sich ein Stück Pappe sehr gut, in das ein ovales Loch von ca. 3 x 5 cm geschnitten wird. Das Ei ins Loch legen und von unten mit einer hellen Lampe beleuchten. Wenn die Ente zurückkehrt, sollte das Ei wieder im Nest liegen. Oft kommt es vor, dass eine Ente verschwindet, das muss nicht sofort ein Zeichen für den Fuchs in der Nähe sei. Oft hat man das Nest beim Bau übersehen und die Ente brütet an einem geschützten Ort. Nach einigen Tagen sollte die Ente zur Fütterung wieder rauskommen und sich zeigen. Glucken und ihre geschlüpften Küken müssen unbedingt von den Erpeln getrennt werden. Denn die männlichen Tiere sehen im Nachwuchs oft eine Konkurrenz und können den Kleinen schnell gefährlich werden. Bekommen zwei Glucken gleichzeitig Küken, kann es passieren, dass die Glucken die fremden Küken ebenfalls angreifen und töten. Daher sollte man auch sie besser von einander trennen.

 

Wie bei vielen anderen Geschöpfen auch, sind die Damen der Laufenten die Lauteren. Durch lautstarkes Quak  machen sie oft auf sich aufmerksam. Die Herren hingegen haben ein sehr leises Organ und wispern nur. Es hört sich an wie ein leises bräb bräb bräb. Hierbei sollte ggfs. unbedingt die rechtliche Seite beachtet werden. So manch ein Nachbar fühlt sich von dem stetigen Quaken gestört und reagiert mit Zorn und dem Gang zum Ordungsamt. Selbst in der Nacht sind unsere Tiere so aktiv, dass man sich hierbei wirklich fragen muss, ob es alte Waschweiber sind, die nichts besseres zu tun haben als den ganzen Tag zu quaken....

 

Wussten Sie schon, dass...


• Laufenten gern zum Trainieren von Hütehunden genutzt werden? Besitzer, die keine eigene Schafherde haben, das Hüteverhalten aber trainieren wollen, machen dies sehr gerne mit einer kleinen Gruppe von Laufenten. Die Enten bleiben stets zusammen und lassen sich mit wenigen Bewegungen in die gewünschte Richtung treiben.


• die häufig vorkommende Abneigung gegen Enteneier, daher rührt, dass man früher meinte, sie seien anfälliger für Salmonellen als Hühnereier? Da die Tiere sehr gerne im Schlamm baden, sind auch die Eier oft etwas verdreckt. Doch die Annahme ist falsch, denn Salmonellen kommen leider überall vor.


• Laufenten echte Legewunder sind, sogar meist besser als Hühner? Laufenten legen fast jeden Tag ein Ei. Unter natürlichen Bedingungen stellen sie im Winter, wie Hühner auch, die Produktion ein. Sobald die Tage wieder länger und heller werden, wird wieder „losgelegt“. Enteneier sind meist etwas größer als Hühnereier und besitzen eine härtere und dickere Schale.


• Enteneier mal als Delikatesse angesehen waren? Sie haben einen sehr frischen Geschmack, der sicher nicht jedermann zusagt. Auch wenn sie als Frühstücksei nicht unbedingt gemocht werden, können sie doch in Pfannkuchen und im Kuchen verarbeitet werden. Durch die intensive Farbe des Dotters erhält der Teig eine tolle gelbliche Färbung und besonderen Geschmack. Als Spiegelei oder Rührei schmecken sie besonders gut.

 

• Laufenten mit etwas Geduld sehr zutraulich werden? Schnell werden sie zahm und können mit der Hand auch von kleinen Kindern gefüttert werden. Einzelne lassen sich sogar streicheln. • Laufenten nur recht wenig Dreck im Garten hinterlassen? Der Kot von Laufenten ist sehr flüssig und wird meist direkt vom Boden aufgenommen. Was doch übrig bleibt, wird vom nächsten Regen weggespült. Man sollte sich nur nicht angewöhnen, die Laufenten auf der Terrasse zu füttern. Denn dann verrichten sie dort sehr schnell auch ihr Geschäft.


• man Laufenten auch mieten kann? Man bekommt seinen Garten aber dadurch nicht für immer schneckenfrei. Möchten Sie eine dauerhafte Schneckenfreiheit erreichen, kommen Sie nicht drum herum sich Laufenten anzuschaffen. Nur dann kann ein ökologisches Gleichgewicht entstehen.

 

Voraussetzungen für die artgerechte Haltung von Laufenten:


• Ausreichend großer Auslauf, also etwa 500 m2 pro Entenpaar
• Wasser zum Schwimmen, Trinken und für den Verzehr der ausschleimenden Schnecken, am besten in Form

  eines Teichs
• Schutzmöglichkeiten vor Räubern am Boden und aus der Luft
• Begrenzung durch einen Zaun rund um die Auslauffläche
• Ergänzende Fütterung wenn nicht genügend natürliches Futter vorhanden ist
• Verzicht auf den Einsatz von Schneckenkorn und anderen chemischen Pflanzenschutzmitteln
• Haltung in Paaren oder Gruppen
• Haltungsbedingungen beim Züchter oder beim Bauer vor der Anschaffung überprüfen
• Kauf von Geschwisterpaaren wegen Inzucht vermeiden

 


Rassemerkmale


Diese Beschreibung ist der offizielle Standard 

 

 

Herkunft:

Als Stammform gilt die Pinguinente aus Ost- und Südostasien. Im 19. Jahrhundert in England, im 20. Jahrhundert in Deutschland rassisch veredelt.

Anmerkung des Erstellers: Schon der erste Fehler. Pinguinente und Laufente (Indian Runner) sind wahrscheinlich der selbe Vogel. 1830 zum ersten Mal nach England importiert, wurde die Rasse zunächst durch wilde und zufällige Kreuzungen fast zerstört. Erst weitere Importe zwischen 1910 und 1920 konnten den Stand entscheidend verbessern.

Gesamteindruck:

Schlanke, hoch, straff und aufrecht stehende Ente von äusserst lebhaftem Wesen und mit fest anliegendem, glattem Gefieder.
Die Proportionen sollten 1/3 Hals und 2/3 Körper betragen.
Die Augen sollten fast senkrecht über den Zehenspitzen liegen.
Möglichst nur das erste Drittel der Zehen sollte auf dem Boden stehen.

Anmerkung des Editors: Der letzte Satz ist offenbar eine deutsche Erfindung; in den englischen Standards ist davon nichts zu finden. Keine der alten Abbildungen zeigen dieses Merkmal; auch in Bezug auf das Tierschutzgesetz kann diese Fusshaltung fragwürdig sein.

Beschreibung:

Rumpf:     walzenförmig und langgestreckt
Rücken: gewölbt, seitlich gerundet
Brust: abgerundet
Bauch: nicht hervortretend - glatt und voll - tulpenförmig auslaufend
Kopf: Stirn flach - Backen nicht hervortretend - Hinterkopf scharf gebogen.
Schnabel: gerade - keilförmig - nicht wesentlich länger als der Kopf - Schnabel und Kopf bilden eine längliche Keilform - Farbe siehe Farbenschläge.
Augen: sehr hoch unter der Schädeldecke liegend - braun bis dunkelbraun
Hals: lang und gerade - im unteren Drittel gleichmässig verbreiternd in den walzenförmigen Rumpf übergehend - Kehle scharf ausgeschnitten
Flügel: mittellang - gut eingebaut und fest anliegend.
Schwanz: abfallend - keilförmig - kurz - den Boden nicht berührend
Schenkel: lang und weitgehend sichtbar
Läufe: lang, feinknochig und gerade - Farbe: siehe Farbenschläge
Gefieder: fest anliegend

Grobe Fehler:

Plumpe oder spindelige Figur, grober, runder Kopf, Spaltbrust, Kielbildung, stark angezogener oder durchgedrückter Schwanz, stark hervortretende Schultern und stark kreuzende Flügel, stark abweichende Farbe und fehlerhafte Zeichnung.

 

Gewichte:

Erpel 2,00 kg
Ente 1,75 kg

Bruteier-Mindestgewicht:

65 g

Schalenfarbe der Eier:

Zumeist weiss, bei dunkleren Farbschlägen etwas grünlich getönt.

Ringgrössen:

Ente und Erpel 13mm.


Krankheiten


Die meisten Erkrankungen treten bei den Küken auf. Erwachsene Tiere werden eher selten krank. Allgemeine Symptome sind:

  • Lustlosigkeit
  • Fressunlust
  • Absonderung von der Gruppe, Mobbing durch andere Tiere
  • Kopf einziehen, trauern, Flügel hängen lassen
  • ungewöhnliche Zahmheit


Hier eine kleine Auswahl von wichtigen Erkrankungen:

 

Entzündungen / Schwellungen der Beine

Gute Dienste hat mir bei Entzündungen der Beine / Füße eine Zugsalbe (Teersalbe oder noch besser Dolobene Ibu Gel aus der Apotheke) geleistet. Die Stelle je nach Bedarf mehrmals täglich von allen Seiten einreiben. Noch besser als nur das Bein einzureiben ist es, das Bein mit der Salbe einzureiben und mit der CoFlex Binde zu umwickeln. Die Binde ist selbsthaftend, zur Fixierung kann man noch einmal zusätzlich das ganze mit einem Klebeband umwickeln.  Den Verband je nach Schwellung jeden Tag erneuern, oder spätestens alle 2 Tage.

 

Wenn möglich die Ente gesondert unterbringen und bitte immer auf frischem Streu achten wegen der Nässe. Die Ente trocken halten, keine Bademöglichkeit anbieten, nur Napf zum trinken.

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Aspergillose

  • Symptome:
    Atembeschwerden, Nasenfluss, Abmagerung, Schwäche, Durchfall
  • Ursache:
    Schimmelpilzbefall durch Einatmen (schimmlige Einstreu oder schimmliges Futter)
  • Therapie:
    kaum Behandlung möglich, Sterblichkeit tritt aber nur im Kükenalter auf


Entenornithose, Vogelkrankheit

  • Symptome:
    Mattigkeit, unsicherer Gang, Augenentzündung, Abmagerung, kaum Futteraufnahme; kommt bei Tieren jeden Alters vor
  • Therapie:
    Medikamentöse Behandlung durch Tierarzt über einen Zeitraum von 3-4 Wochen
  • Besonderheit:
    Die Krankheit ist meldepflichtig, sie ist mit der Papageienkrankheit verwandt


Hepatitis, Leberentzündung

  • Symptome:
    Gleichgewichtsstörungen, Mattigkeit, Blauverfärbung des Schnabels, hauptsächlich bei jungen Enten bis zu 5 Wochen, hohe Sterblichkeit
  • Therapie:
    nur vorbeugende Impfung möglich


ansteckende Gelenk-Sehnenscheidenentzündung

  • Symptome:
    Lähmungserscheinungen, seltener Gelenkschwellungen, bei vollem Ausbruch unheilbar
  • Therapie:
    im Frühstadium mit Antibiotika heilbar


Durchfall

  • Ursache:
    einseitiges Futter, gefrorenes oder verdorbenes Futter
  • Therapie:
    einwandfreies Futter, Kamillen- oder Pfefferminztee, abgekochtes Reiswasser
  • Besonderheit:
    Durchfall kann auch nur ein Symptom für andere Krankheiten sein!


Es gibt noch etwa 15 weitere bekannte Krankheiten, die durch Viren und Bakterien hervorgerufen werden. Oft ist ihnen nur durch Impfungen beizukommen.

Würmer, Parasiten

Wurm- und Parasitenbefall ist bei Enten laut Literatur eher selten, laut meiner Tierärztin eher häufig. Bekannt sind Magenwürmer und Bandwürmer. Ihnen ist mit Medikamenten beizukommen. Bekannte Parasiten sind Milben und Federlinge. Die Behandlung erfolgt äußerlich durch Besprühen und Einpudern mit z.b. Agrinova oder Frontline.

Starker Wurm- oder Parasitenbefall tritt oft auf, wenn der Organismus der Enten durch andere Krankheiten geschwächt ist. Er kann deshalb auch ein Warnzeichen sein.

Knochenbrüche

Eine Heilung kann immer versucht werden, wenn das gebrochene Glied nicht vollständig abgebrochen oder zersplittert ist.

Sonstiges

Laufenten haben empfindliche Beine. Es kommt immer wieder einmal vor,  dass sie plötzlich humpeln. Das Humpeln geht in den meisten  Fällen von selbst weg, meist nach ein paar Tagen. Auf jeden Fall sollte man diese Fälle genau beobachten (vgl. ansteckende Gelenk-Sehnenscheidenentzündung!) und wenn's nach wenigen Tagen nicht von selbst besser wird und eingetretene Dornen/Stacheln u.ä. ausgeschlossen werden können, den Tierarzt befragen.


Farbschläge


Wildfarbig:
ERPEL:
Kopf und Hals smaragdgrün, das untere Drittel durch einen reinweißen, nach hinten nicht geschlossenen Halsring von der braunroten Brustfarbe getrennt. Der Oberrücken ist graubraun, der allmählich in den schwarzen, grünschillernden Unterrücken übergeht. Bürzel und Schwanz zeigen schwarzgrüne Färbung. Flügel dunkelgrau mit leichtem Braunton. Spiegel dunkelblau glänzend, durch schmale schwarze und dann weiße Streifen eingefasst. Die Unterseite der Flügel ist rahmweiß. Ab Brustbein zeigen Bauch, Flanken, After und Schenkel ein fleckenloses, zartes Perlgrau mit gleichmäßiger dunkler Wellung. Schwanzlocke schwarz, Stoßfedern grau-schwarz. Schnabelfarbe weidengrün mit dunklem First und schwarzer Bohne. Lauffarbe orangefarbig.
ENTE: Grundfarbe ein über den ganzen Körper gleichmäßig verteiltes Goldbraun, jede Feder mit schwarzbrauner, scharfer, hufeisenförmiger Zeichnung versehen. Zügel und Kehle goldbraun. Spiegel wie beim Erpel. Schnabelfarbe braungelb mit schwarzer Sattelzeichnung und Bohne. Lauffarbe etwas dunkler als beim Erpel gestattet.

Forellenfarbig:
ERPEL:
Kopf und Hals grün; weißer, hinten nicht geschlossener Halsring. Brust weinrot, leicht gerieselt. Flügel silbergrau; Rücken dunkel, im Bürzelbereich silbergrau gesäumt. Bauch einschließlich Flanken und Schenkel aufgehelltes Perlgrau mit zarter dunkler Wellung. Schwanz schwarz mit dunkler Locke; Stoßfedern silbergrau; Spiegel blauglänzend. Schnabelfarbe hellweidengrün mit dunkler Bohne. Lauffarbe orangefarbig.
ENTE: Grundfarbe hellbraun mit Silberfaktor, der in Afterbereich und Bürzelpartie ausgeprägter hervortritt. Zügel, Kehle, Rücken und After etwas heller. Klare und scharfe braune, längliche bis gerundete Tupfen auf Bauch, Rücken, Bürzel und im Afterbereich. Säumung auf Decken, Schultern und Flügel. Rückendecken und große Flügeldecken braun gesäumt. Spiegel wie beim Erpel. Schnabelfarbe orangefarbig mit dunklen Tupfen. Lauffarbe orangefarbig.

Silber-wildfarbig:
ERPEL:
Die Grundfarbe ist silbrig rahmweiß. Brust, Halsansatz, Nacken und Schultern sind rotbraun mit silberweißer Säumung. Bauch und Flankengefieder silberfarbig-rahmweiß. Bürzel braunschwarz; Unterrücken silbergrau mit dunklen Tupfen, jede Feder weiß gesäumt. Schwanz gelbgrau mit hellerem Außensaum. Schwanzlocken schwarz. Flügel weiß, leicht grau gemischt, mit grünglänzenden Spiegeln mit weißer Einfassung. Kopf schwarz, grün schillernd, mit ausgeprägtem, nicht zu schmalem, an der Rückseite gut schließendem Halsring. Schnabelfarbe grau- bis weidengrün. Lauffarbe orangefarbig.
ENTE: Die Grundfarbe ist gelblich-weiß. Oberer Brust, Halsansatz, Nacken und Rücken leicht braungestrichelt. Unterrücken gelbgrau mit dunklen Tupfen und weißem Federsaum. Die Grundfarbe ist stark vorherrschend. Untere Brust und Bauch rahmweiß. Bürzel kräftig braungefleckt. Auf den Flügeln blauer, klar abgegrenzter Spiegel; Schwanzfedern hellbraun. Kopf bräunlich-gelb mit dunkler Strichelung. Kopf- und Oberhalsfarbe bei Jungenten deutlich zum hellen Unterhals absetzend. Schnabelfarbe grau bis graugrün. Lauffarbe etwas dunkler als beim Erpel.

Weiß:
Reinweiß ohne gelben Anflug, der aber bei sehr gutem Typ nicht schwer zu strafen ist. Schnabelfarbe zitronengelb mit heller Bohne. Bei Alttieren sind grüne Flecken und dunkle Bohne gestattet. Lauffarbe orange-farbig.

Schwarz:
Reinschwarz mit smaragdgrünem Glanz. Schnabelfarbe dunkelolivgrün bis schwarz. Lauffarbe dunkel, fast schwarz.

Braun:
Ein möglichst gleichmäßiges Braun. Geschlechtsbedingt ist der Erpel an Kopf, Hals, Spiegel und Schwanzdecken etwas dunkler. Schnabelfarbe dunkelgraubraun. Lauffarbe braun.

Blau:
Gleichmäßiges intensives Blau über den ganzen Körper, ohne Spiegel. Schwarze Spritzer gestattet. Schnabelfarbe schiefergrau bis grünlich mit schwarzer Bohne. Lauffarbe schiefergrau bis braun.

Rehfarbig-weißgescheckt:
Die Farbe ist bei beiden Geschlechtern fast gleich. Kopf und Backen dunkelrehbraun. Die Kopfzeichnung ist von der Backenzeichnung durch einen weißen Streifen, der sich auch um das Auge zieht, geschieden, so dass das Auge frei im weißen liegt. Beim Erpel ist die Kopfzeichnung dunkler bis braunschwarz. Am Schnabelgrund ist die Kopfzeichnung gleichmäßig weiß gesäumt. Hals weiß, das untere Drittel und die Brust rehbraun. Rücken, Schultern und Schwanz rehbraun mit angedeuteter Wildzeichnung. Beim Erpel sind Rücken, Unterschwanz und Schwanzdecken dunkler. Flügel, Schwingen und Bauch weiß. Lediglich an den Schenkeln sind in sich geschlossene rehbraune Farbfelder. Schnabelfarbe gelb mit grünen Tupfen und schwarzer Bohne, zumindest schwarzem Bohnenstrich. Bei figürlich gleicher Qualität sind Tiere mit dunkler Bohne vorzuziehen. Lauffarbe orangefarbig.

Erbsgelb:
ERPEL:
Kopf graubraun bis zum hinten offenen weißen Halsring. Brust braunrot (Brand). Rücken erbsgelb, zum Schanzende etwas dunkler. Spiegel braungrau. Bauch und Stoß cremefarbig. Schnabelfarbe gelb mit leicht grünlicher Tönung und brauner Bohne. Lauffarbe orangefarbig.
ENTE: Kopf, Hals, Rücken bis Schwanz und Brust erbsgelb. Zügel und Kehle cremefarbig; Flügelbug und Schwingen hellcremefarbig; Spiegel braungrau. Schnabelfarbe braungelb mit leicht grünlicher Tönung, braune Bohne. Lauffarbe orangefarbig.

Blau-gelb:
ERPEL:
Kopf und Hals bis zum offenen weißen Halsring taubenblau. Unterhals, Flügelbug mit Schultern und Brust braunrot mit feinem Silbersaum. Rücken und Bauch roggenmehlfarbig. Unterrücken mit Bürzel, Locke und Unterschwanz bis zum After sind taubenblau. Flügel blassblaugrau mit taubenblauem Spiegel und weiß-blauer Einfassung. Schnabelfarbe gelb bis grünliche Tönung mit gelber Bohne, leicht angelaufene Schnabelbohne vorläufig gestattet. Lauffarbe orangefarbig.
ENTE: Kopf, Hals und Brust erbsgelb, Bauch- und Rückenfarbe zum Schwanz hin aufgehellt. Zügel über den Augen bis zum Kopfende und unterhalb der Augen vom Schnabel bis zum Auge reichend sowie Kehle cremefarbig. Flügeldecken hellcremefarbig. Unterrücken und Schwingen blassblaugrau. Spiegel taubenblau mit weiß-blauer Einfassung. Schnabelfarbe braungelb. Lauffarbe orangefarbig.

Grobe Fehler: Plume oder spindelige Figur; grober, runder Kopf; Spaltbrust; Kielbildung; stark angezogener oder durchgedrückter Schwanz; stark hervortretende Schultern und stark kreuzende Flügel; stark abweichende Farbe und fehlerhafte Zeichnung.

1 Aufgrund des Kleinunternehmerstatus gem. § 19 UStG erheben wir keine Umsatzsteuer und weisen diese daher auch nicht aus.